20 Jahre Miteinander für Europa


Vom 7.11. bis 9.10. feierte Miteinander für Europa (MfE) sein 20jähriges Bestehen. Das Treffen des Europäischen Trägerkreises fand im Ökumenischen Zentrum Ottmaring statt, das vor 20 Jahren der Startpunkt für das MfE war. Nach der Unterzeichnung des Dokuments über die Rechtfertigungslehre durch den Lutherischen Weltbund und der Katholischen Kirche trafen sich in Ottmaring Vertreter von verschiedenen Gemeinschaften der großen Kirchen und von Freikirchen und die Idee des Miteinander wurde im Hören auf den Heiligen Geist entwickelt.

Am Treffen in Ottmaring waren ca. 170 Personen aus über 50 Gemeinschaften aus 20 Ländern anwesend. Für den Cursillo nahmen Frances Ruppert, Ursula Lorenz und Josef Vilsmeier teil. In verschiedenen Impulsen wurde sowohl die Geschichte des Miteinanders gewürdigt, als auch Ausblicke in die Zukunft gegeben. Bedeutende Früchte des MfE waren Versöhnung zwischen Kirchen und Gemeinschaften, Befreundung über alle Grenzen hinweg und sowohl Gebet als auch viele öffentliche Aktionen für ein Miteinander in Europa. Dies gelang, weil die Mitte immer Jesus war und die „Partitur im Himmel geschrieben wird“, so wie es Chiara Lubich gleich zu Beginn des MfE formuliert hat. In einem kurzen Botschaft hat der evangelische Bischof Kruse, Unterzeichner des Dokuments über die Rechtfertigungslehre für den lutherischen Weltbund, die Anwesenden aufgefordert sich weiter für die Ziele des MfE einzubringen, da die großen Kirchen nicht die Kraft und Energie haben voranzugehen. Veränderungen kommen in den großen Kirchen meist von unten.

Am Abend des 8.11. fand im Goldenen Saal der Stadt Augsburg ein Empfang für das MfE durch die Stadt Augsburg statt. Anschließend wurde eine kurze Stadtbesichtigung angeboten.

Am 9.11. wurde das Treffen im großen Saal des Rathauses in Augsburg mit weiteren 130 Teilnehmern aus Deutschland fortgesetzt. Wichtige Elemente der Veranstaltung waren Berichte von Aktionen und Projekten die in verschieden Orten und Europaweit durchgeführt wurden. Auch das Wiedersehen mit alten Freunden und neuen Bekannten spielte eine große Rolle.

Der Abschluss der Veranstaltung fand in der St. Anna Kirche statt, dort wo vor 20 Jahren das Dokument über die Rechtfertigungslehre feierlich unterzeichnet wurde. Jedes der Länder Europas wurde mit dem Anzünden einer Kerze ins Gebet genommen und danach wurde auch für den Frieden in vielen Teilen der Welt gebetet die von Krieg, Streit und gesellschaftlichen Konflikten betroffen sind.

Das Abschlussgebet und Zeugnisse fanden vor der St. Anna Kirche in einem großen Lichterkreis statt. Im kommenden Jahr wird der Europatag am 9.Mai eine wichtige Angelegenheit für das MfE sein und ihr seid auch alle aufgefordert euch daran zu beteiligen.

Das MfE hat schon viel Gutes bewirkt, aber es gibt auch noch viele Betätigungsmöglichkeiten in der Zukunft. Allen die sich für das MfE engagieren gilt unser Dank und unsere Hochachtung.

Mehr Informationen auf: https://www.together4europe.org/de/

                                                                                                                           Bericht und Fotos Josef Vilsmeier