Bericht vom GECC-Treffen, Assisi 21.-24. November 2019


 

Ende November 2019 fand das Treffen der Europäischen Gruppe der Cursillo-Bewegung (GECC) in Assisi statt. Das GECC-Treffen stand unter der Zielsetzung, Zeit und Raum für die Teilnehmer zu schaffen, um im Licht der Ideas Fundamentales (3. Ausgabe) über die Herausforderungen der Evangelisierung im Europa des 21. Jahrhunderts nachzudenken und sich ihnen als Mitarbeiter der Cursillo-Bewegung zu stellen.

Erstmals wurde der Teilnehmerkreis auf alle interessierten Mitarbeiter im Cursillo erweitert; es nahmen, wie sonst auch, Delegierte aus den Nationalen Teams teil. Aus Deutschland waren wir zu viert: Camilla und Silvi aus dem Bistum Trier, Monika aus Hamburg und ich, Michael aus Berlin.

Tagungsort in Assisi war das Hotel und Kongresszentrum Domus Pacis neben der Basilika Santa Maria degli Angeli. Die Altstadt von Assisi mit der Basilika San Francesco liegt ca. 4km entfernt auf dem Berg.

Die Redebeiträge wurden in spanischer, italienischer oder englischer Sprache gehalten und simultan übersetzt. Die Arbeitsgruppen wurden international besetzt. Es gab eine deutschsprachige Gruppe mit Teilnehmenden aus Österreich, Kroatien, Ungarn, den Niederlanden und Deutschland, in der Camilla und ich vertreten waren. Monika hat sich einer spanischsprachigen Gruppe angeschlossen, Silvie einer englischsprachigen.

Ein wesentliches Merkmal der GECC-Treffen ist der Austausch zwischen den Teilnehmenden aus den verschiedenen Ländern zur aktuellen Situation der Cursillo-Bewegung vor Ort. In der Gruppenarbeit haben wir uns diesem Austausch unter verschiedenen Aspekten der Identität, Methodik und Strukturen der Cursillo-Bewegung gewidmet. Der Gruppenarbeit voraus ging ein Impulsvortrag, das zum jeweilige Arbeitsauftrag der Gruppen hinführte. Einige Impulse waren persönliche Zeugnisse.

Die Themen der Gruppenarbeit waren:

  • wesentliche Aspekte der Methode heute im Vorcursillo, Cursillo und Nachcursillo
  • die Identitätsfrage – Wie sollten Mitarbeiter heute sein?
  • minimale, aber notwendige Strukturen

Jede Gruppe hat die Ergebnisse der Gruppenarbeit auf Arbeitspapieren festgehalten. Eine zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse liegt leider noch nicht vor.

Während der Tage des Treffens haben wir Eucharistiefeiern an verschiedenen Orten gefeiert. Eine am Freitagnachmittag beim Besuch der Altstadt von Assisi in einer Kapelle im Kreuzgang des Klosters hinter der Basilika San Francesco, eine am Samstagabend in einer Kapelle der Basilika Santa Maria degli Angeli und die abschließende Messe am Sonntag in der Hauskapelle des Tagungshauses Domus Pacis.

Kulturelle Höhepunkte waren der Ausflug am Freitagnachmittag in die Altstadt von Assisi und am Samstagabend der bunte Abend mit kulinarischen Spezialitäten, die wir Teilnehmenden mitgebracht haben, und geselligen Beiträgen. Aus Deutschland mit dabei: Pumpernickel und Knusperflocken sowie „Kreuzberger Nächte sind lang“.

Mein persönliches Fazit des Treffens fällt positiv aus. Trotz der unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und der Situation der Cursillo-Bewegung in den verschiedenen Ländern sind wir uns geschwisterlich begegnet. Der eine Leib und die vielen Glieder, der eine Geist und die vielen Gaben – das war und ist das Verbindende zwischen uns. Bischof José A. Saiz Meneses, der geistliche Beirat des GECC-Sekretariats fasste die Tage so zusammen: Wir können auf die heutige Situation der Menschen in Europa Antwort durch unsere eigene Persönlichkeit geben. D.h. authentisch sein, in Christus verwurzelt, sich vom Hl. Geist leiten lassen und Zeugnis davon geben.

Michael Kuczera

Hier finden Sie einen weiteren Bericht zum Treffen