Das sagen Priester dazu


Wolfgang_Gramer

Einen Cursillo von Frauen oder Männern als Priester zu begleiten, fasziniert mich seit dem Jahr 2000.

In Argentinien wurde ich zum ersten Mal gebeten, dies zu tun.
Wenn da einfache Menschen aus dem Busch kamen, aufmerksam dabei waren und am Sonntag ein Glaubenszeugnis – oft unter Tränen – abgaben, hat mich das unwahrscheinlich ergriffen. Viele standen zum ersten Mal vor anderen und sagten etwas.
Da hab ich gespürt, was der Cursillo mit Menschen bewirken kann.
Natürlich hab ich das Gespräch “Sakramente” mit der kleinen Sakramentenlehre von Leonardo Boff geführt, so wie ich Sakramente auch als Dogmatikdozent am Priesterseminar Santiago del Estero unterbreitet habe.

Das war unwahrscheinlich lebensnah.

 

Wolfgang_Gramer_klein

 

 

Ich kann nur jedem Kollegen empfehlen,
sich auf Cursillo einzulassen.

Pfarrer Dr. W. Gramer, Bietigheim-Bissingen

 

 

 

 


 

Ich bin sehr gerne mit Cursillo unterwegs, weil ich hier eine Form von lebendiger Kirche erlebe, die mir sonst abgeht. Ich freue mich daran, wie die MitarbeiterInnen sich mit Begeisterung engagieren, weil jede und jeder mit ihren/seinen Fähigkeiten willkommen ist. Wir gehen einen Weg des Wachsens und Reifens miteinander, auf dem das Wirken und die Kreativität des Geistes spürbar werden. So entwickeln wir den Kurs immer wieder weiter, um Menschen in der heutigen Welt erreichen zu können und ihnen die Erfahrung der Begegnung mit dem lebendigen Christus zu ermöglichen. Es ist eine erfüllende Aufgabe, die mich als Priester spüren lässt, wie kostbar mein Dienst für die Menschen sein kann. Ich bin dankbar, wenn TeilnehmerInnen wieder verknüpft werden mit der lebendigen Quelle, von Lasten erleichtert, von der Gemeinschaft gestärkt und von Begeisterung getragen in ihr Leben zurückkehren, um bewusster aus ihrem Glauben zu leben und Neues zu wagen.

Ich will einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen Jesus begegnen können und Freundschaft mit ihm finden. So verstehen wir, dass wir nicht unbedeutend oder verloren sind. Jesus ermächtigt und sendet uns, aus der Verbindung mit ihm die Welt zu verwandeln. Mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen möchte ich mitwirken, Reich Gottes entstehen zu lassen: Dass Licht werde mitten im Dunkel, dass Gerechtigkeit wachse, dass Freude aufkomme. Gottes Wirken, greifbar in unserer Mitte, das ist für mich Cursillo.

 

Pater Thomas Heck, Steyler Missionar, SVD (Geistlicher Leiter), München

 

 


 

Bischof Oster ist ein Fan vom Cursillo!

Mit großer Freude können wir berichten, dass der Cursillo beim 2. Studientag zur Neuevangelisierung am 10. Februar in Passau, nicht nur, aber besonders auch von Bischof Oster als wertvolles Werkzeug zur Erneuerung der Kirche erkannt und gesendet wurde!


Der Bischof ist Fan vom Cursillo!

Das kommt nicht von ungefähr: Wir haben uns im Mitarbeiterkreis weit aufs unbekannte Meer hinausgewagt, in dem wir den Glaubenskurs Cursillo in allen Einzelheiten vorgestellt haben. Ohne Scheu haben wir mit Information und durch unser persönliches Zeugnis den Cursillo den Besuchern ans Herz gelegt. Das hat einige Menschen erreicht und neugierig gemacht, diesen Glaubensweg kennen zu lernen.

Beim zweiten Workshop war Bischof Oster dabei und er hat uns eine Botschaft für alle Cursillista mitgegeben, denn als dann dieses Bild entstand, meinte er: „Veröffentlicht dieses Bild und schreibt ́s drunter: Der Bischof ist Fan vom Cursillo!

Herr Bischof, das tun wir gerne! Und wir freuen uns nicht nur über Ihre Aufmerksamkeit und ihren Zuspruch. Ihre Wertschätzung tut uns gut! Darum wollen wir Ihre Worte verstehen wie die Jünger am See Genezareth, als Aufforderung und Ermutigung. Wir hören sie, wie damals die Jünger die Worte Jesu hörten, als sie enttäuscht, entmutigt und traurig ihre Netze nach der erfolglosen Nacht wuschen. Und er zu Simon (Petrus) sprach:

„Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen.“Lk 5, 4-5

 


 

„Diener des Geistes, nicht des Buchstabens“

Meine Erfahrungen mit dem Cursillo

Was ich zu berichten habe, hat wenig mit hoher Theologie und entsprechendem Vokabular zu tun, aber viel mit existenzieller Glaubenserfahrung, mit dem erstaunlichen Wirken des Gottesgeistes.

…Durch Vermittlung des Herder-Verlags traf ich mit einem Autor von Ministrantenbüchern zusammen, einem Laien, der einen ungewöhnlichen Eindruck auf mich machte. Natürlich, selbstbewusst, weitherzig, in einer einfachen, echten Weise begeistert – ich konnte nicht anders, als ihn fragen, wie er zu so einem gewinnenden Glaubenszeugnis gekommen war. So erfuhr ich zum ersten Mal von der Cursillo-Bewegung, in der er Mitarbeiter war….

… Manches klang fremd, ja unwahrscheinlich, andererseits spürte ich: Das könnte sein, was Du gesucht hast, eine Möglichkeit, den ausgelaugten Glauben der meisten Gemeindemitglieder neu zu beleben. Also der spontane Entschluss, in der eigenen Gemeinde so bald wie möglich einen Cursillo durchzuführen …

… Ich selbst konnte nach dem Cursillo im Gespräch mit den Teilnehmerinnen feststellen, dass eine Wandlung in ihnen vor sich gegangen war: Sie hatten – wohl zum ersten Mal in ihrem Leben – den Glauben als befreiende Begegnung und Lebenshilfe erfahren. Da war nichts Aufgeklebtes, Überspanntes, wie ich insgeheim befürchtet hatte. Und was meinen positiven Eindruck bestärkte, war die Tatsache, dass diese Frauen sich engagierten in einem Bibelkreis und als Helferinnen in der Gemeinde …

Pfr. Gerhard Debbrecht

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Auszüge aus der Ansprache von Papst Franziskus am 30. April 2015 in Rom an die Cursillo-Gemeinschaft:

In der kirchlichen Gemeinschaft hat alles zum Ziel, die Menschen die unendliche Barmherzigkeit Gottes mit Händen greifen zu lassen. Einige denken: „Nein, Gott ist weit weg. Ich werde in die Hölle kommen … ich habe so viel angestellt.“ Aber wenn Du so viel angestellt hast, so viele schlechte Dinge gemacht hast, wird Er sehr zufrieden sein und ein Fest feiern, wenn du dich ihm näherst, um ihn um Verzeihung zu bitten. Und das ist die Überzeugungsarbeit, die ihr machen sollt bei den Freunden, in den Cursillos. Denn es ist wahr, Gott feiert ein Fest. Gott feiert ein Fest. Und mancher wird auch eifersüchtig: Denkt an den älteren Sohn dieses barmherzigen Vaters (vgl. Lk 15,11-32), der ein Fest gefeiert hat, denn der andere Sohn, der alles Geld mit-genommen hat, der es für Vergnügungen ausgegeben hat, kommt mit nichts zurück … Und er feiert ein Fest. Das ist eine seltsame Sache bei unserem Gott! Zu feiern, wenn ein großer Sünder kommt. Das ist gut!
Die Evangelisierungsmethode der Cursillos entstand gerade aus diesem brennenden Wunsch der Freundschaft mit Gott, aus der die Freundschaft mit den Geschwistern entspringt. Von Anfang an hat man verstanden, dass es nur innerhalb authentischer freundschaftlicher Beziehungen möglich ist, die Menschen vorzubereiten und auf ihrem Weg zu begleiten, einem Weg, der mit der Umkehr anfängt, der dann die Schönheit eines Lebens, das in der Gnade Gottes gelebt wird, entdecken lässt und schließlich zur Freude darüber führt, im täglichen Leben Apostel zu werden. Und so wurde, von damals an, Tausenden von Menschen in der ganzen Welt geholfen, im Glaubensleben zu wachsen. In der heutigen Anonymität und Isolation unserer Städte ist die einladende, familiäre, menschliche Atmosphäre ganz wichtig, die ihr in den Gruppentreffen bietet. Man schließt Freundschaft.

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Ich bin Jesuitenpater und wohne im Schloss Fürstenried. Biete hier einige Kurse und Besinnungstage an, Meditationstage in Neresheim und arbeite seit vielen Jahren im Cursillo mit.

Es macht mir Freude die Botschaft Jesu weiterzugeben und erfahre dabei auch immer eine Vertiefung meines eigenen Glaubens.

 

P. Bernhard Dietrich SJ

 

 


 

Warum ich als Priester den Cursillo so sehr schätze

Es gibt viele Gründe, warum ich die Erneuerungsbewegung Cursillo für äußerst wertvoll und bedeutsam halte, gerade auch mit Blick auf die Zukunft der Kirche. Zwei Dinge möchte ich gerne nennen:

  • Als ich in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts meinen Cursillo in der Wiener Neustadt machte, erlebte ich ein Zusammenspiel von Laien und Priestern, das ich für zukunftsweisend für die Kirche halte: Nicht einer der beiden Priester leitete den kleinen Glaubenskurs, sondern ein Laie. Dadurch waren die beiden Priester frei für ihre eigentlich priesterlichen Aufgaben und brauchten sich überhaupt nicht um organisatorische Dinge zu kümmern. Das habe ich mitgenommen in meinen priesterlichen Dienst. So habe ich z.B. versucht, den Vorsitz im Kirchenvorstand Laien zu überlassen, die nicht selten um einiges kompetenter in geschäftlichen und finanziellen Dingen waren als ich. Und es war mein Bemühen, Menschen mit Charismen zu finden, die dann nicht zu meinen Helferinnen oder Helfern wurden, sondern eigenständig ihren Dienst am Aufbau der Gemeinde versahen. Natürlich geht das einher mit –sagen wir mal- “ Verlust an Macht“. Ich kann bei einer solchen Vorgehensweise nicht mehr alles bestimmen, wie ich es möchte. Ist das schlimm? Oder entsteht erst so wirklich Gemeinde? Ganz sicher ist der noch immer stark verbreitete Klerikalismus ein schlimmes Hemmnis für eine lebendige Entwicklung unserer Kirche.

 

  • Was ich weiter so wertvoll am Cursillo finde ist, dass er wesentlich ist. Keine endlosen und unfruchtbaren Diskussionen über Zölibat, Frauenpriestertum oder Reichtum der Kirche finden statt, sondern das, was das Wesen unseres Glaubens ausmacht. An erster Stelle steht beim Cursillo die Liebe eines barmherzigen Gottes, der den verlorenen Sohn/die weggelaufene Tochter in die Arme schließt. Dann folgt das Thema der Gnade, das entfaltet wird durch die Beschäftigung mit den Sakramenten, die als Rendezvous der Liebe Gottes mit uns heilsbedürftigen Menschen dargestellt werden. Dadurch werden wir „vergöttlicht“, wie es die alten Kirchenväter immer wieder betont haben. Auch das Thema Schuld, Sünde und Versagen wird nicht ausgespart, weil wir mit Blick auf Gottes barmherzige Liebe dazu stehen können, uns eingestehen dürfen, dass nicht alles in unserem Leben gut ist. Das führt zur Ehrlichkeit mit uns selber.

Wo finden wir heute in der Verkündigung, in der Kommunion- und Firmvorbereitung oder im normalen Gemeindeleben etwas wieder von diesen „Essentials“ unseres christlichen Glaubens? Der Cursillo hat mir gezeigt, dass es auch heute möglich ist, über diese wesentlichen Glaubensdimensionen zu reden. Und ich habe erlebt, welche Freude, ja Begeisterung es auslöst, wenn man nicht an der Oberfläche stehenbleibt, sondern den Mut hat, tiefer in den Reichtum des Glaubens herabzusteigen. Und was für eine lebendige und frohe Gemeinschaft dann entsteht!

Zurückschauend auf viele Jahrzehnte Arbeit im Weinberg des Herrn kann ich als Priester nur glücklich sein, dass mir der Cursillo begegnet ist.

Joop Hoogervorst, Priester i.R., Bistum Hildesheim